Nach Kauf durch Facebook: Nutzer bleiben WhatsApp treu

23. Februar 2014, 13:13
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Keine Privacy-Revolte - Alternative Messenger melden jedoch Nutzerzuwachs

Vor kurzem hat Facebook den Messenger WhatsApp für 19 Milliarden Dollar übernommen. Der Kauf zog prompt Kritik von Datenschützern nach sich, die fürchten, Facebook könnte künftig die Daten der WhatsApp-Nutzer mit dem eigenen Informationsbestand verknüpfen. Facebook-Kritiker Max Schrems reagierte auf den Deal umgehend mit der Deinstallation der Software von seinem Smartphone.

Doch die große Mehrheit der User scheinen diese Sorgen nicht zu teilen, bisher gibt es keine Anzeichen einer Massenabwanderung. Sehr wohl aber scheinen alternative Messenger von der Entwicklung zu profitieren, berichtet The Next Web.

Ansturm auf Telegram

So meldete etwa das Team hinter dem Telegram-Messenger kurz nach Verkündigung des Kaufes einen Zuwachs um 800.000 neue User. Die App kurzfristig in mehreren Ländern, darunter Österreich, die Schweiz und Deutschland, an die Spitze der App Store-Charts.

Telegram ist quelloffen, kostenlos nutzbar und bietet einen starken Sicherheitsfokus. Man verwendet ein eigenes Protokoll für die Kommunikation. Zur Finanzierung setzt man auf Spenden. Ein anderer Anbieter, Threema, verzeichnete 200.000 Neuzugänge.

Geringe Abwanderung kein Problem

Selbst wenn der Großteil der neuen User bei den beiden Alternativen WhatsApp-Abwanderer sind, hält sich der Impact dort gering. Zuletzt lag WhatsApp bei einer Million Nutzer, die sich täglich zur bestehenden, aktiven Basis hinzugesellen. Diese lag laut Berichten aus dem vergangenen Dezember bei über 400 Millionen. (red, derStandard.at, 23.02.2014)

  • Nach der Übernahme durch Facebook scheint es bei WhatsApp bislang keine relevante Abwanderungsbewegung zu geben.
    foto: derstandard.at/pichler

    Nach der Übernahme durch Facebook scheint es bei WhatsApp bislang keine relevante Abwanderungsbewegung zu geben.

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