Gold Nummer sieben und acht - Orange bleibt eine schnelle Farbe

22. Februar 2014, 21:02
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Auch die Team-Verfolgung bei Damen und Herren gewinnen die Niederländer

Sotschi - Die Eisschnellläufer der Niederlande haben zum Olympia-Abschluss ihre Vormachtstellung mit den beiden Goldmedaillen in der Team-Verfolgung untermauert. Die Herren um den überragenden Sven Kramer bezwangen Außenseiter Südkorea im Finale und sicherten sich erstmals Olympia-Gold. Angeführt von Ireen Wüst setzten sich auch die Oranje-Damen im Kampf um Gold gegen Polen durch.

Sie sorgten für, dass die Niederländer nun auf allen olympischen Strecken in den Siegerlisten stehen. Mit 23 von 32 möglichen Medaillen - achtmal Gold, siebenmal Silber und achtmal Bronze, dazu noch einmal Shorttrack-Bronze, erreichten die Niederlande eine Bestmarke und übertrafen ihre bisherige Rekord-Ausbeute von Nagano (5/4/2) sogar um mehr als das Doppelte.

Wüst holte sich an der Seite von Jorien Ter Mors und Marrit Leenstra ihre fünfte Medaille in Sotschi und ist nun mit achtmal Edelmetall (4/3/1) zweiterfolgreichste Eisschnellläuferin bei Olympia nach der Deutschen Claudia Pechstein, die neun Medaillen erkämpfte (5/2/2). Für Kramer war es die insgesamt siebente Olympia-Plakette (3/2/2). Er schloss in der Zahl der Medaillen zu den Rekordhaltern Clas Thunberg (Finnland/5/1/1) und Ivar Ballangrud (Norwegen/4/2/1) auf. In Sotschi hatte der Eis-Millionär aus Heerenveen auch Gold über 5.000 und Silber über 10.000 Meter gewonnen.

Die niederländischen Herren hatten in der Adler-Arena schon im Halbfinale angedeutet, dass der Sieg für sie nur eine Pflichtaufgabe sein würde. Neben Kramer liefen in Jan Blokhuijsen (Silber 5.000 m) und Koen Verweij (Silber 1.500 m) weitere Medaillengewinner von Sotschi in 3:37,71 Minuten olympischen Rekord. Bronze holte Polen, das Kanada im kleinen Finale besiegte.

Die Damen der Niederlande hatten zum Auftakt des letzten Wettkampftages zunächst die Japanerinnen deklassiert. Eine knappe Stunde später ließen sie dem Team aus Polen im Finale in 2:58,05 Minuten keine Chance. (APA/red - 22.2. 2014)

ERGEBNISSE:

Eisschnelllauf, Teamverfolgung Damen: 1. Niederlande (Marrit Leenstra, Jorien ter Mors, Ireen Wüst) 2:58,05 Minuten - 2. Polen (Katarzyna Bachleda-Curus, Katarzyna Wozniak, Luiza Zlotkowska) 3:05,55 (beide A-Finale) - 3. Russland (Olga Graf, Jekaterina Lobyschewa, Julia Skokowa) 2:59,73 - 4. Japan 3:02,57 (beide B-Finale) - 5. Kanada 3:02,04 - 6. USA 3:03,77 (beide C-Finale) - 7. Norwegen 3:08,35 - 8. Südkorea 3:11,54 (beide D-Finale)

Teamverfolgung Herren: 1. Niederlande (Jan Blokhuijsen, Sven Kramer, Koen Verweij) 3:37,71 Minuten - 2. Südkorea (Joo Hyong-jun, Kim Cheol-min, Lee Seung-hoon) 3:40,85 (beide A-Finale) - 3. Polen (Zbigniew Brodka, Konrad Niedzwiedzki, Jan Szymanski) 3:41,94 - 4. Kanada 3:44,27 (beide B-Finale) - 5. Norwegen 3:44,91 - 6. Russland 3:49,85 (beide C-Finale) - 7. USA 3:46,50 - 8. Frankreich 3:51,76 (beide D-Finale)

  • Choreographie in orange: Marrit Leenstra, Jorien Ter Mors und Irene Wüst (von links) auf ihrer Goldfahrt.
    foto: reuters/djurica

    Choreographie in orange: Marrit Leenstra, Jorien Ter Mors und Irene Wüst (von links) auf ihrer Goldfahrt.

  • Voller Einsatz auch von Coach Arie Koops während des Vorbeirauschens seiner Herren.
    foto: ap/semansky

    Voller Einsatz auch von Coach Arie Koops während des Vorbeirauschens seiner Herren.

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