"Die Fahrerei war eine Katastrophe"

22. Februar 2014, 20:27
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Mario Matt (AUT/Gold): "Die Fahrerei war eine Katastrophe, aber irgendwie habe ich das doch runtergebracht. Bei Olympia hat es bis jetzt ja noch nicht so geklappt, bin ich erst einmal gestartet und ausgefallen und einmal war ich verletzt. Bei Weltmeisterschaften hat es immer sehr gut geklappt, Gott sei Dank heute auch. In Schladming war ich viel nervöser, da wollte ich es erzwingen. Ich war die ganze Saison immer schon schnell. Der Ausfall in Schladming hat mich schon sehr belastet. Es ist einfach eine große Erleichterung, ein Wahnsinn, wie das heute aufgegangen ist. Es ist genial. Beim Besichtigen habe ich das letzte Drittel vom Kurs gar nicht genau anschauen können, weil die Besichtigungszeit für diesen Lauf so knapp war. Ob ich nächste Saison auch noch fahre, lasse ich offen. Heute ist ein Riesenziel - ein Traum - in Erfüllung gegangen."

Marcel Hirscher (AUT/Silber): "Ich habe mir nichts mehr ausgerechnet gehabt, 1,28 Sekunden Rückstand sind sogar für mich ein Ding der Ummöglichkeit. Gott sei Dank ist es härter geworden und wir mussten nicht mehr hier im Gatsch herum fahren. Jetzt haben wir Gold und Silber, ich bin brutal erleichtert. Das Übergepäck zahle ich gerne. Wie ich die Kurssetzung von Ante Kostelic gesehen habe, habe ich von oben bis unten einen Grinser im Gesicht gehabt. Gott sei Dank war der zweite Lauf so selektiv, wir suchen ja die olympischen Champions und fahren kein Schülerrennen. Mario kann jetzt verdient aufhören (lacht)."

Henrik Kristoffersen (NOR/Bronze): "Der erste Lauf war wirklich schlechtes Skifahren. Mit Kostelic und diesem zweiten Lauf wurde es dann wirklich gut. Jetzt stehe ich hier mit Bronze, es ist unglaublich. Die Erwartungshaltung war nicht zu groß, ich bin zwar jung, aber das ist Skifahren - das mache ich schon 15 Jahre. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll."

Hans Pum (ÖSV-Sportdirektor): "Es war ein großartiger Abschluss. Immer wenn Ante (Kostelic) setzt, sind auch unsere Athleten vorne dabei. Es sind immer schwierige Läufe, man muss mit dem Kopf fahren. Ich muss den Trainern wirklich gratulieren, sie haben die Athleten hervorragend eingestellt. Ich freue mich sehr für die beiden. Mario hat wenig Nerven, der lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, teilt sich den Lauf genau ein und setzt das bei Großereignissen auch um. Marcel ist einzigartig im Slalom, er hat hier genau seine Schnelligkeit und Technik ausgespielt. Es freut mich sehr, dass sich das auch bei ihm noch mit einer Medaille ausgegangen ist."

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