Drei Tote bei Selbstmordanschlag auf libanesischen Armeeposten

22. Februar 2014, 22:44
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Attentat in Hochburg von Hisbollah an Grenze zu Syrien

Baalbek - Im Libanon sind am Samstag bei einem Selbstmordanschlag auf eine Armeeabsperrung im Osten des Landes drei Menschen getötet worden. Laut Sicherheitskreisen detonierte die Autobombe in der Stadt Hermel im Bekaa-Tal, etwa zehn Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Bei den Toten handelte es sich um zwei Soldaten und einen Zivilisten, unter den 16 Verletzten waren fünf Soldaten.

Hermel ist eine Hochburg der schiitischen Hisbollah-Bewegung, deren Milizen seit Mitte 2013 im benachbarten Syrien aufseiten der Regierungstruppen von Staatschef Bashar al-Assad kämpfen. Seitdem gab es wiederholt Anschläge auf Einrichtungen der Hisbollah im Libanon. Zu dem Anschlag vom Samstag bekannte sich die sunnitische islamistische Gruppierung Al-Nusra-Front im Libanon. Sie hatte sich bereits zu einem ähnlichen Attentat in Hermel bekannt, bei dem am 1. Februar vier Menschen getötet worden waren.

"Festung für die Nation"

Bisher waren bei ähnlichen Angriffen Zivilisten die Todesopfer. Bei den meisten Attentaten übernahmen die Al-Nusra-Front im Libanon und die Al-Kaida-nahe Organisation Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIL/ISIS) die Verantwortung. Es gab auch Anschläge auf das sunnitische Lager: Bei einem von ihnen wurde Ende Dezember in der Hauptstadt Beirut der sunnitische Politiker Mohammed Shatah getötet.

Regierungschef Tammam Salam verurteilte den "Terrorakt" am Samstagabend und forderte die Bevölkerung auf, sich mit der Armee und den Sicherheitskräften zu solidarisieren. Diese seien schon immer eine "Festung für die Nation" gewesen und würden dies bleiben. (APA, 22.2.2014)

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