Deutsche Kirchen verurteilen "Maßlosigkeit"

22. Februar 2014, 18:09
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Gemeinsames Papier soll auch "laxe Steuermoral" kritisieren

Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland wenden sich einem Bericht zufolge in einem gemeinsamen Papier gegen "Gier und Maßlosigkeit" in der Wirtschaft. In dem Dokument würden die "Gewinnmaximierung um jeden Preis" und die "Ideologisierung der Deregulierung" kritisiert, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf das ihr vorliegende Papier.

Deutsche Bischofskonferenz

Die Schrift mit dem Titel "Für eine gerechte Gesellschaft" sei von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gemeinsam erarbeitet worden und werde kommenden Freitag präsentiert, hieß es weiter.

Die Kirchenvertreter loben der Zeitung zufolge die geplante Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns. Dieser sei notwendig, "um den Auswüchsen unregulierter Arbeitsmärkte entgegen zu treten". Allerdings dürfe die Höhe des Mindestlohns nicht neue Barrieren für den Zugang zum Arbeitsmarkt schaffen.

Dem Bericht zufolge wird in dem Kirchen-Papier auch "laxe Steuermoral" angeprangert. Die Kirchvertreter kritisierten, dass internationale Unternehmen und Wohlhabende die Möglichkeit hätten, sich der Besteuerung zu entziehen. Steuerrelevante Daten müssten international automatisch ausgetauscht werden, heißt es demnach in dem Dokument. (APA, 22.2.2014)

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