Umsatzmilliarde: ORF rückt gutes Stück näher

21. Februar 2014, 18:00
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ORF nahm 959 Millionen Euro ein, 26 mehr als die 933 von 2012 - Will Gebührenabgeltung, auch fix dem Film gewidmet

Wien - Österreichs größtes Medienhaus schloss 2013 deutlich über Plan ab. Der ORF nahm 959 Millionen Euro ein, 26 mehr als die 933 von 2012. Der Gesamtkonzern samt Töchtern setzte 2012 967 Millionen um. Am Konzernumsatz 2013 wird noch gerechnet.

615 Millionen brachten 2013 die Gebühren, dank Erhöhung 20 Millionen mehr als 2012.

6,7 Millionen Ergebnis (EGT) schrieb der ORF 2013, sechs mehr als 2012. Geplant: 3,8. Das Konzernergebnis stieg von 3,4 auf 8,7 Millionen, geplant: eine. Fremdanteile wie Raiffeisens 40 Prozent an der Sendertochter ORS sind da abgezogen. Die liefert meist mehr als 20 Millionen Ergebnis.

20 Millionen Euro aus dem Verkauf von Grundstücken auf dem Wiener Rosenhügel und am Grazer Landesstudio brauchte der ORF dafür nicht. Die fixierten Deals werden 2014 abgerechnet.

Auch ohne sie stockte der ORF laut Finanzdirektor Richard Grasl Reserven auf. Sieben Millionen etwa für weitere Frühpensionen - für 50 bis 55 Mitarbeiter. Der ORF beschäftigt 607 weniger als 2007.

Reserviert sind auch die ersten von fast 300 Millionen für das künftige ORF-Zentrum. Wohl auf dem Küniglberg, aber ORF-Chef Alexander Wrabetz will sich am Freitag nicht festlegen. Den Antrag schreibt er nun und rechnet mit Beschluss am 6. März, sagt er. In der letzten Sitzung des Stiftungsrats, bevor ihn Regierung, Parteien, Länder und Co nach altem Modell neu besetzen. Mit dem kann Wrabetz gut; er wünscht sich von der Politik nur, sie möge dem ORF weiter Gebührenbefreiungen abgelten, gern zweckgewidmet für "die Filmwirtschaft".

Ruhe bis zur Wahl

Die Geschäftszahlen zeigen, dass der ORF "gut geführt und gut beaufsichtigt ist", sagt Wrabetz. Eine "große Gremienreform" habe für die Politik "keine Priorität".

Ob das bis zur nächsten Wahl gelte, fragte ihn der STANDARD. Und wenn ja: Bis zur EU-Wahl im Mai oder bis zur regulären ORF-Generalswahl 2016? "Kann beides sein", sagt Wrabetz. (fid, DER STANDARD, 22./23.2.2014)

  • Der ORF nahm 2013 959 Millionen Euro ein, 26 mehr als die 933 von 2012.
    foto: ap/zak

    Der ORF nahm 2013 959 Millionen Euro ein, 26 mehr als die 933 von 2012.

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