ARD verfilmt Geschichte der Terrorgruppe NSU

21. Februar 2014, 16:13
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Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Aust mitverantwortlich für Verfilmung - Geschichte soll aus Perspektive von Tätern, Opfern und Ermittlern erzählt werden

Berlin - Die ARD lässt die Geschichte der rechtsextremen Terrorgruppe NSU verfilmen. Ein Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag). Demnach planen der Journalist Stefan Aust und die Produzentin Gabriela Sperl eine Trilogie mit drei verschiedenen Regisseuren und Autoren, die die Geschichte aus Perspektive der Täter, Opfer und Ermittler erzählen sollen.

"Das ist einer der interessantesten Fälle der jüngeren Gegenwart", sagte Aust der "FAZ". "Ich halte ihn in seiner Dimension mit der Geschichte der RAF für vergleichbar. Er macht Bruchstellen in unserer Gesellschaft deutlich, über die man jahrelang hinweggesehen hat", sagte der frühere Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

"Menschen emotional erreichen"

Um diese Bruchstellen geht es auch Gabriela Sperl, wie sie der "FAZ" sagte. "Mit diesem auf den ersten Blick kaum zu überschauenden Projekt möchte ich die Menschen emotional so erreichen, dass sie beginnen, die Bedeutung dieses Geschehens wahrzunehmen und zu erkennen, dass unsere Gesellschaft einen dunklen, braunen Fleck hat, den viele, nicht nur die Politik, lieber verdecken möchten." Das müsse sich ändern.

Darsteller und Sendetermin stehen noch nicht fest. Dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) werden zwischen den Jahren 2000 und 2007 zehn Morde zur Last gelegt - überwiegend an Migranten. (APA, 21.2.2014)

  • Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust.
    foto: apa/epa/jens kalaene

    Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust.

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