Bei RBS fallen bis zu 30.000 Jobs weg

21. Februar 2014, 15:23
posten

Edinburgh - Bei der Royal Bank of Scotland (RBS) fallen Insidern zufolge womöglich bis zu 30.000 Arbeitsplätze weg. Das britische Geldhaus werde das Investmentbanking und das internationale Geschäft zurückfahren, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Hinzu komme der bereits beschlossene Verkauf von Geschäftsbereichen.

Damit sinke die Zahl der Stellen um 20.000 bis 30.000. Derzeit zählt das Geldhaus rund 120.000 Beschäftigte.

Die Bank wurde in der Finanzkrise mit Steuergeldern von umgerechnet 55 Mrd. Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt. Seitdem kontrolliert die Regierung 81 Prozent der Anteile. RBS steht unter dem Druck von Abgeordneten, sich stärker auf das heimische Privat- und Firmenkundengeschäft zu konzentrieren und weniger auf das riskante Investmentbanking. Der britische Finanzminister George Osborne wünscht sich RBS mehr wie die ebenfalls staatlich gestützte Lloyds, die mit einen deutlich kleineren Investmentbanking auskommt. Es wird erwartet, dass sich der Staat bei Lloyds in den nächsten zwölf Monaten komplett zurückzieht und seine Aktien an private Investoren verkauft. Bei RBS ist dieser Schritt Experten zufolge noch Jahre entfernt.

Die Stellenstreichungen sind allerdings bereits weitgehend bekannt. Denn RBS hatte schon mitgeteilt, sich von Privatkundenaktivitäten in den USA und auf der Insel trennen zu wollen. Die entsprechenden Sparten Citizens in den USA sowie 315 Filialen von Williams & Glynn im Heimatmarkt haben zusammen knapp 23.000 Mitarbeiter.

Die Insider ergänzten, der neue RBS-Chef Ross McEwan werde die Sparpläne zusammen mit den Geschäftszahlen für das vergangene Jahr am kommenden Donnerstag vorstellen. Er hat den RBS-Bankern zudem einen umfassenden Kulturwandel verordnet, nachdem das Institut in mehrere Skandale verwickelt war. (APA/Reuters, 21.2.2014)

Share if you care.