Klagenfurter IT-Projekt "Ingeborg" will global antreten

21. Februar 2014, 15:22
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Mit Kunstpreis der Bank Austria ausgezeichnet

Im Vorbeigehen einen auffälligen Aufkleber mit dem Handy scannen und danach Ausschnitte von eBooks oder Hörproben erhalten: Das ist die Idee des Projektes "Ingeborg", das zur Entdeckung der regionalen Kunstszene einlädt. Etwa 70 Sticker sind in Klagenfurt verteilt, ihr Inhalt wird in regelmäßigen Abständen ausgetauscht.

Expansion auf Salzburg und Weimar

Seit Juli 2012 ist man insgesamt schon aktiv, mittlerweile auch in Graz und Villach. Salzburg und das deutsche Weimar sollen folgen. Am Ursprungsort habe es dabei aber nie politische Unterstützung gegeben. "Der Bürgermeister von Klagenfurt hat das Konzept nie verstanden", meinen die zwei Gründer dabei im Gespräch, Kulturförderungen habe man nie erhalten.

Mit Bank Austria Kunstpreis prämiert

Bereits zwei Förderpreise hat man eingeheimst, gerade den mit 70.000 Euro dotierten Kunstpreis der Bank Austria. Das Preisgeld teilt man sich mit einem zweiten Gewinner, damit möchte man die nächste Entwicklungsstufe des Projekts finanzieren. Auch eigene Sparreserven fließen in das Projekt Ingeborg, das man nun weltweit etablieren möchte.

Global auftreten ist das Ziel

Unter dem Markennamen Xamoom will man mit dem bisherigen Konzept jetzt durchstarten. Denn, so sind sich die Gründer sicher, ohne einen globalen Auftritt hat man als ein solches Start-Up keine Chance, da es Skalierungseffekte erst lukrativ machten.  In Europa habe man dabei zumindest den Vorteil, dass Kultur hier einen vergleichsweise hohen Stellenwert genießt. Hat man es doch mit "Kunst und Kultur doppelt schwer."

Geofencing, NFC, QR

Bezüglich der verwendeten Technologien gibt man sich offen. Die bisher verwendeten Aufkleber mit NFC-Kontakt oder QR-Codes seien nur eine Methode. Andere Möglichkeiten wie Geocaching oder -fencing kommen ebenso in Frage. In einem Jahr soll die Software einsatzbereit sein. Man plant ein Franchise-System: Wie es für Künstler oder Interessierte bei pingeb.org bereits möglich ist, bietet man die Infrastruktur an. Die Aufmachung kann dann jeweils angepasst werden. "Wir haben mit 70 Pickerln in Klagenfurt begonnen, die für viel Aufregung gesorgt haben. Jetzt werden wir sehen was daraus wird." (red, derStandard.at, 21.2.14)

  • Über ganz Klagenfurt sind Sticker verstreut - nun möchte man das Projekt erweitern
    foto: screenshot/projekt ingeborg

    Über ganz Klagenfurt sind Sticker verstreut - nun möchte man das Projekt erweitern

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