Analyst: "Apple ist wie Microsoft"

21. Februar 2014, 14:45
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Die britische Barclays-Bank stuft Apple herab, weil man "keine revolutionären Produkte" sehe - im Unterschied zu Facebook, Google

Die Investmentabteilung der britische Bank Barclays hat Apple-Aktien herabgestuft: Diese werden nun als "neutral", nicht mehr als "overweight" bewertet. Ben Reitzes, Analyst bei Barcleys, begründet dies mit fehlenden Ideen bei Apple: "Ehrlichgesagt sind wir nicht ganz davon überzeugt, dass Smartwatches oder Fernseher für Furore sorgen werden." Ein "Boost", wie ihn Apple etwa bei der Einführung des iPhones erlebt habe, sei nicht in Sicht.

"Viel Marktanteil, wenig Bewegung"

Laut Reitzes erinnere Apple in seinem Verhalten momentan stark an das Microsoft der 2000er Jahre: Man besitze zwar viel Kapital und einen enormen Marktanteil, bewege sich allerdings zu langsam. Er sorgt sich laut Forbes, dass Apple neue Märkte verpasse. Außerdem steche die Konkurrenz den Konzern aus Cupertino regelmäßig darin aus, „kleinere" Fische wie Nest Labs oder WhatsApp aufzukaufen.

Weit hinter Amazon, Google, Facebook

Apple müsse, so Barclays, über den Hardware-Bereich hinaus für Innovationen sorgen. Hier stünde man im Vergleich zu Amazon, Google und Facebook weit hintan. Denn bald würden Smartphone-Konkurrenten laut Reitzes qualitativ fast so gut wie das iPhone sein, aber weitaus billiger im Verkaufspreis. Barclays ist mit dieser Einschätzung allerdings eher allein, wie heise.de analysiert: Tatsächlich bewerten die meisten Bankinstitute Apple-Aktien immer noch positiv. (fsc, derStandard.at, 21.2.2014)

  • Apple: Platzhirsch ohne Zukunftsvision?
    foto: reuters/yuya shino

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