Europas Leitbörsen schließen einheitlich mit Gewinnen

24. Februar 2014, 18:57
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Gute Vorgaben von der Wall Street hellten Stimmung auf

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 25,64 Einheiten oder 0,82 Prozent auf 3.157,31 Zähler.

Im Laufe des Handelsnachmittags drehten sich bis Börsenschluss die europäischen Aktienbörsen alle in die Gewinnzone, nachdem sie zunächst mehrheitlich im roten Bereich tendiert hatten. Am Vormittag hatten noch negative Vorgaben aus Asien die Stimmung gedrückt. Als positiver Impuls können die guten Vorgaben von der Wall Street gelten, so Marktbeobachter. Auch der überraschend gute Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland hellt das Sentiment an den Börsen auf. Das Barometer stieg zum vierten Mal in Folge um 0,7 Punkte auf 111,3 Punkte. Damit bewerten die deutschen Manager die Lage ihrer Unternehmer so gut wie seit Mitte 2011 nicht mehr.

Im Euro-Stoxx-50 konnten sich die Papiere von Volkswagen nicht erholen und hielten mit einem deutlichen Minus von 6,52 Prozent bei 187,90 Euro die rote Laterne im Index. VW hatte seiner Lkw-Tochter Scania ein Angebot für die Komplettübernahme im Wert von rund 6,7 Mrd. Euro gemacht. In Stockholm schlossen Scania mit einem Plus von 31,86 Prozent.

Nokia legten in Helsinki 2,13 Prozent auf 5,525 Euro zu. Der finnische Telekomkonzern setzt auf das Android-Betriebssystem. Damit will der Konzern das boomende Smartphone-Geschäft in den Entwicklungsländern nicht verpassen. An der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona stellte der einstige Handy-Weltmarktführer Smartphones auf Basis offener Android-Software ohne Google-Dienste vor.

Im Frankfurter DAX schafften es ThyssenKrupp mit plus 0,32 Prozent auf 20,15 Euro in die Gewinnzone. Der Stahlkonzern will Stellen streichen und verlagern, was von den Arbeitnehmern bekämpft wird. Für morgen Dienstag ist eine Demonstration vor der Konzernzentrale in Essen angekündigt. Betroffen sind von den Umstrukturierungen rund 6.400 Arbeitnehmer weltweit, in Deutschland rund 3.000.

Siemens gewannen 0,89 Prozent auf 95,69 Euro. Die neue Siemens-Betriebsratschefin Birgit Steinborn droht Vorstandschef Joe Kaeser im Fall von Einschnitten mit Widerstand: "Es ist kein Riesenumbau notwendig, Siemens ist kein Sanierungsfall." Ein weiteres Sparprogramm und einen neuerlichen Stellenabbau lehne sie ab, erklärte sie im "Handelsblatt".

An der Zürcher Börse gingen die Titel des Schweizer Versicherers Swiss Life mit einem kleinen Plus von 0,40 Prozent auf 202,00 Schweizer Franken aus dem Handel. Einem Zeitungsbericht zufolge nehmen US-Steuerbehörden Schweizer Versicherungsunternehmen wegen möglicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung für reiche Amerikaner ins Visier. Der größte helvetische Versicherer Swiss Life erklärte dazu, die Gesellschaft sei bisher nicht von den US-Behörden kontaktiert worden. (APA, 24.2.2014)

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