Stadler-Verhandlung wird vertagt

21. Februar 2014, 10:20
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EU-Abgeordneter muss sich wegen schwerer Nötigung und falscher Zeugenaussage verantworten

Wien - Die für kommenden Montag anberaumte Verhandlung im Verfahren gegen den EU-Abgeordneten Ewald Stadler ist vertagt worden. Grund sind allerdings nicht seine entsprechenden Anträge, sondern die Tatsache, dass der Zweiangeklagte seinem Verteidiger die Vollmacht gekündigt habe, wie eine Sprecherin des Wiener Straflandesgerichts erklärte.

Da Anwaltszwang herrscht, muss ein neuer Termin her, denn bis Montag würde sich ein Anwaltswechsel nicht ausgehen. Ein Datum für die Verhandlung steht noch nicht fest, hieß es.

Paintball-Nachspiel

Stadler, der bei der Europawahl mit den "Reformkonservativen" (REKOS) antreten will, muss sich vor Gericht wegen schwerer Nötigung und falscher Zeugenaussage verantworten. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der FPÖ-"Paintball-Affäre" des Jahres 2007 und werden von Stadler zurückgewiesen. Gegen den Termin am Montag hatte er einen Vertagungsantrag eingebracht, da an diesem Tag das EU-Parlament tagt. Auch der als Zeuge geladene FPÖ-Chef und -Klubobmann Heinz-Christian Strache hatte sich entschuldigen lassen - wegen der Nationalratssitzung am Montag.(APA; 21.02.2014)

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