Google zeigt Smartphone mit Kinect-artiger Kamera

21. Februar 2014, 08:56
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Neuer Co-Prozessor ermöglicht 3D-Erfassung des Umfelds - 200 Prototypen für Entwickler

Als Google den Verkauf seiner Mobilfunktochter Motorola Mobility an Lenovo verkündete, betonte der Softwarehersteller rasch, dass gewisse Teile im eigenen Unternehmen verbleiben sollen. Allen voran die Advanced-Technology-and-Projects-(ATAP)-Abteilung, die bislang vor allem durch das Project Ara, und damit den Versuch ein modulares Smartphone zu entwickeln, auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Tango

Nun hat eben jene Abteilung wieder etwas Neues zu bieten: Im Rahmen des Project Tango arbeitet man an einem Smartphone mit einer Kinect-artigen Kamera. Ein neuer Co-Prozessor namens Myriad 1, der vom Unternehmen Movidus entwickelt wurde, ermöglicht eine 3D-Erfassung der Umgebung in Echtzeit.

"Projekt Tango will mobilen Geräten durch fortgeschrittene Sensoren (..) eine menschen-ähnliches Verständnis von Raum und Bewegung ermöglichen, wodurch neue und verbesserte Nutzungsvarianten möglich werden - vom 3D-Scannen über Indoor-Navigation bis zu neuartigen Spielen", so Projektleiter Johnny Lee. Dieser ist übrigens kein Neuling auf dem Gebiet sondern wurde von Microsoft abgeworben, wo er unter anderem an Kinect gearbeitet hatte.

Prototyp

Dass es sich dabei nicht bloß um ambitionierte Ziele handelt, demonstriert das Unternehmen mit einem ersten Prototypen eines solchen Smartphones. 5 Zoll groß ist es vor allem deutlich dicker als andere aktuelle Mobiltelefone, was wohl den zahlreichen Sensoren auf der Rückseite geschuldet ist. Die Verarbeitung erfolgt in Echtzeit, wie auch in einem Video demonstriert wird, laut Google werden dabei eine viertel Million 3D-Messungen pro Sekunde vorgenommen.

Prototyp

Gleichzeitig mit der offiziellen Ankündigung sucht Google nach EntwicklerInnen, die neue Anwendungsgebiete auf Basis der 3D-Technologie erforschen wollen. Zu diesem Zweck hat man 200 Prototypen entwickelt, für die sich Interessierte mit konkreten Ideen für den Einsatz bewerben können. (apo, derStandard.at, 21.2.2014)

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  • 200 Prototypen vergibt Google an EntwicklerInnen.
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    200 Prototypen vergibt Google an EntwicklerInnen.

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