Stiefsohn misshandelt: Zwei Jahre und zehn Monate Haft

20. Februar 2014, 15:37
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Staatsanwaltschaft und Verteidigung gingen in Berufung - Urteil nicht rechtskräftig

Wien - Ein 23-jähriger Mann, der seinen 13 Monate alten Stiefsohn schwer misshandelt und dabei neun Knochenbrüche verursacht haben soll, ist Donnerstagnachmittag am Wiener Straflandesgericht im Sinne der Anklage schuldig gesprochen worden. Der Wiener muss wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung gingen in Berufung. Laut Schuldspruch durch Richter Wolfgang Etl hat der Mann in mindestens zwei Angriffen im Zeitraum zwischen 30. September und 7. Oktober 2013 den Sohn seiner Freundin so sehr misshandelt, dass später in einem Spital insgesamt neun Frakturen - an beiden Armen, an einem Fuß, an den Rippen und dem Schlüsselbein - festgestellt wurden. Dem Kind wurden 5.500 Euro Schmerzengeld zugesprochen.

Erschwerend wurden vom Gericht das Zusammentreffen mehrerer Verbrechen sowie die Vorstrafe des 23-Jährigen gewertet. Mildernd war der bisher ordentliche Lebenswandel des jungen Mannes. (APA, 20.2.2014)

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