Schuh-Attacke: Rapper Bushido freigesprochen

20. Februar 2014, 12:29
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Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung hat sich laut Gericht nicht bestätigt

Berlin - Rapper Bushido (35) ist vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen worden. Der Musiker musste sich am Donnerstag in Berlin vor Gericht verantworten, weil er angeblich einen Fan mit einem Schuh geschlagen hatte. Die Vorwürfe hätten sich nicht bestätigt, erklärte das Gericht. Im Urteil hieß es, es bleibe nichts, was Bushido und einem Mitangeklagten vorzuwerfen sei.

Laut Anklage sollte Bushido im Mai 2013 einen Fan mit einem Schuh geschlagen haben. In dem Strafprozess am Berliner Amtsgericht Tiergarten war überdies ein 45-jähriger Begleiter des Musikers angeklagt, der den Fan geohrfeigt haben soll. Mehrere Fans von Bushido, der eigentlich Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt, waren laut Anklage am 19. Mai vor dessen Wohnhaus in Berlin aufgetaucht, hatten Autogramme verlangt und Bilder oder einen kurzen Film machen wollen. Es kam zu einem Streit mit den Fans vor der Haustür. Aber für die Schuh-Attacke und die Ohrfeige gab es laut Urteil eben keinen Beleg.

"Voll wenig Presse"

Der Prozess hatte wegen des großen Andrangs in einen anderen Saal verlegt werden müssen. Bushido erschien mit T-Shirt und Blouson und gab sich via Twitter ironisch: "Voll wenig Presse im Gericht". Dazu setzte er einen Hinweis auf sein neues Album.

Bushido ist in der Vergangenheit bereits wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Auch wegen gewaltverherrlichender sowie frauen- und schwulenfeindlicher Musikvideos stand er in der Kritik. Zuletzt wurde er in Berlin im Dezember 2011 wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 19.500 Euro verurteilt. Er hatte demnach einen Ordnungsamts-Mitarbeiter als Idioten beschimpft. Zudem laufen nach Justizangaben Ermittlungen wegen des Verdachts einer Steuerstraftat. (APA/frei, derStandard.at, 20.2.2014)

  • Bushido vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten. In der Urteilsbegründung hieß es dann: Es gebe nichts, was Bushido vorzuwerfen sei.
    foto: dpa/bernd von jutrczenka

    Bushido vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten. In der Urteilsbegründung hieß es dann: Es gebe nichts, was Bushido vorzuwerfen sei.

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