WhatsApp-Gründer: Bilderbuchaufstieg zum Milliardär

20. Februar 2014, 09:38
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Jan Koum kam Anfang der 90er-Jahre als Teenager aus der Ukraine in die USA

Für den 37-jährigen WhatsApp-Mitgründer Jan Koum krönt der Deal mit Facebook einen märchenhaften Aufstieg zum Milliardär. Er wuchs in einem Dorf in der Ukraine auf und kam Anfang der 90er-Jahre als Teenager mit seiner Mutter in die USA. Dort waren sie zunächst auf Sozialhilfe angewiesen.

6,8 Milliarden Dollar Anteil an WhatsApp

Koum hat das nicht vergessen: Für die Unterzeichnung des Verkaufs an Facebook habe er das verlassene Behördengebäude ausgesucht, in dem er einst um Lebensmittelmarken anstand, schrieb das Magazin "Forbes". Koums Anteil an WhatsApp mache ihn jetzt 6,8 Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) schwer, hieß es.

Die Erlebnisse seiner Jugendzeit hätten ihn und WhatsApp entscheidend geprägt, sagte Koum. Die Überwachung im Sowjetregime habe seinen Sinn für Datenschutz geschärft. Und der einstige Wunsch, mit seinem Vater zu kommunizieren, der in der Ukraine geblieben war, habe ihm den Wert eines Dienstes wie WhatsApp gezeigt. "Wir wollten eine App entwickeln, die eine 60-jährige Oma ohne jegliche Computerkenntnisse nutzen könnte", sagte er.

"Wollen auf jedem Smartphone sein"

Dabei mangelt es Koum nicht an Ehrgeiz: "Wir wollen auf jedem einzelnen Smartphone sein, und wir wollen das wichtigste Kommunikationssystem der Welt werden", sagte er der Nachrichtenagentur dpa am Rande der Internetkonferenz DLD in München im Jänner.

Der Milliardendeal mit Facebook hat auch eine ironische Seite: Koum und der zweite WhatsApp-Gründer Brian Acton hatten sich auch beim weltgrößten Online-Netzwerk beworben, nachdem sie im Jahr 2007 ihre Jobs beim Internetpionier Yahoo aufgegeben hatten. Facebook wollte sie damals nicht. (APA, 20.2.2014)

  • Jan Koum kam mit 19 Jahren in die USA.
    foto: apa/epa/marc mueller

    Jan Koum kam mit 19 Jahren in die USA.

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