Euro unter Druck

24. Februar 2014, 16:52
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Der Kurs des Euro ist am Montag trotz überraschend robust ausgefallener deutscher Wirtschaftsdaten gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung sank am Nachmittag bis auf 1,3709 US-Dollar. In der Früh war sie noch bis auf 1,3771 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3735 (Freitag: 1,3707) Dollar fest.

Der Ifo-Index, das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft, hat im Februar überraschend weiter zugelegt. "Vor allem die Turbulenzen in den Schwellenländern hätten durchaus Potenzial geboten, den Index nach unten zu drücken", kommentierte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. "Die konjunkturelle Erholung bleibt jedoch intakt."

Dem Euro konnten die starken Zahlen aus Deutschland jedoch nur kurzzeitig Kursauftrieb geben. Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungen im Euroraum reißen nicht ab, das belastet die Gemeinschaftswährung. "Ob die EZB wie von uns erwartet die Zinsen im März noch einmal senkt, steht auch nach den heutigen Daten weiter auf des Messers Schneide", kommentierten die Volkswirte von der Commerzbank.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82465 (0,82183) britische Pfund, 140,69 (140,50) japanische Yen und 1,2209 (1,2195) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.334,75 (1.323,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.620,00 (30.450,00) Euro. (APA, 24.2.2014)

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