Nasdaq führt Notbremse bei Handelspannen ein

20. Februar 2014, 07:02
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Die US-Börse lernt aus der Vergangenheit: Wenn eine bestimmte Grenze erreicht ist, wird künftig das Geschäft gestoppt

New York - Die US-Börse Nasdaq will Handelspannen verhindern, bei denen falsch eingegebene Aufträge zu Chaos an den Märkten oder zum Ruin von Aktienhändlern führen können. Zum 1. März führt die Nasdaq eine Notbremse ein, mit der ein bestimmtes Geschäft bei Erreichen einer vorher festgesetzten Grenze gestoppt wird.

Prominentes Opfer einer solchen Panne war im Sommer 2012 der US-Aktienhändler Knight Capital, dessen Computersysteme unbeabsichtigt den Markt mit Aufträgen fluteten. Knight entstand ein Schaden von 461 Mio. Dollar (335,7 Mio. Euro) und stand kurz vor dem Kollaps. Mehrere Investoren retteten das Unternehmen, das später verkauft wurde.

Höchstgrenze bei Geschäften

Künftig können Nasdaq-Kunden eine Software nutzen, bei der sie Höchstgrenzen für geplante Geschäfte festsetzen können. Das Nasdaq-System schickt dann an den Händler eine Warn-E-Mail bei einer Annäherung an die Grenze und blockiert den Handel bei einer Überschreitung. Noch offene Aufträge werden storniert. Will der Händler das Geschäft weiterführen, muss er die Nasdaq kontaktieren und die Umstände erklären.

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte die US-Börsen im September 2013 zu solchen Notbremsen verpflichtet, um den Handel für Pannen weniger anfällig zu machen. Fehler sollen so nicht auf den gesamten Markt übergreifen. Auslöser war unter anderem ein Vorfall an der Nasdaq im August 2013, als ein Softwarefehler die Technologiebörse für drei Stunden lahmlegte.

Die Deutsche Börse hatte 2013 erklärt, bei ihr gebe es mit der Funktion "Market Halt" bereits die Möglichkeit, alle eingehenden Order in kürzester Zeit zu stoppen. (APA/Reuters, 20.2.2014)

  • Die Nasdaq rüstet sich gegen künftige Handelspannen.
    foto: ap/mark lennihan

    Die Nasdaq rüstet sich gegen künftige Handelspannen.

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