Finanzaufsicht greift bei rumänischer Astra ein

19. Februar 2014, 18:34
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Bukarest - Die selbst unter Korruptionsverdacht geratene rumänische Finanzaufsichtsbehörde (ASF) will bei der Versicherungsgesellschaft Astra Asigurari ein Spezialverfahren zur finanziellen Sanierung des Unternehmens einleiten. Dies teilte ASF-Präsident Dan Radu Rusanu am Dienstag mit.

Damit reagiert die Behörde auf einen internen Bericht, wonach bei Astra im Falle eines Großschadens wie einer Naturkatastrophe ein hohes Insolvenzrisiko bestünde. Dies deshalb, weil die Versicherung für die entstandenen Schäden, etwa an Wohnungen zu wenig Reserven hätte. Astra soll die Schäden um 40 Prozent - rund 100 Mio. Lei (22,3 Mio. Euro) - zu niedrig berechnet haben, um weniger Rückstellungen bilden zu müssen. Laut Finanzaufsichtsbehörde benötigt die Versicherung eine Kapitalerhöhung um 278,4 Mio. Euro.

Astra-Inhaber Dan Adamescu bezeichnete das Vorgehen gegen sein Unternehmen, gegen das auch die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt, als einen "mafiösen Angriff mit dem Zweck, die Astra zu zerstören" und versicherte, dass er gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen werde. Astra Asigurari ist in Rumänien Marktführer. (APA/cr, DER STANDARD, 20.2.2014)

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