Bezirksgesicht: Rafael aus der Tempelgasse

Blog20. Februar 2014, 05:30
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Dieser Blog stellt typische und untypische Wiener vor. Diesmal: der 49-jährige Rafael aus dem 2. Bezirk

"Alle essen Matze", sagt Rafael, Vater von fünf Kindern. Er stammt aus Usbekistan, seit 25 Jahren wohnt er in Wien. Davor lebte er in Israel, wo er beim Militär als Flugzeugmechaniker tätig war. Gemeinsam mit seiner Frau führt er ein koscheres Lebensmittelgeschäft in der Tempelgasse im zweiten Bezirk. Der 49-Jährige ist religiös und betet regelmäßig, "damit alle gesund sind". Als Shames (Helfer) ist er in einer Synagoge in der Tempelgasse tätig und organisiert Hilfe, Kleidung, Wohnungen und Geld für weniger Wohlhabende. Er fühlt sich wohl in der Leopoldstadt, wie auch generell in Wien. Negative Seiten des Bezirks sieht er nicht, da sie "die Menschen selber kreieren". Probleme mit anderen hat er hier nie gehabt. Für das Leben brauche man nicht viel: "Gesundheit und Freude." (Balázs Csekő, daStandard.at, 20.2.2014)

foto: toumaj khakpour
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