Fall Gurlitt: Anwälte legen Beschwerde gegen Beschlagnahmung ein

19. Februar 2014, 12:34
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Strafverteidiger Setz: "Wir haben eine begründete Sorge um die Rechtsstaatlichkeit dieses Verfahrens"

München/Augsburg - Die Anwälte von Cornelius Gurlitt haben beim Amtsgericht Augsburg Beschwerde gegen die Beschlagnahmung seiner Kunstsammlung eingelegt. Das Gericht bestätigte am Mittwoch den Eingang. Die Staatsanwaltschaft Augsburg, die den Beschluss beantragte, ist nun aufgerufen, eine Stellungnahme abzugeben. Inhaltlich wollte sich die Behörde nicht zu der Beschwerde äußern.

Gurlitts Anwälte beantragen, den Beschluss zur Beschlagnahmung der Bilder aufzuheben. "Die Beschlagnahmeanordnung war mit dem Verdacht der Einfuhrumsatzsteuerhinterziehung begründet worden, der aus Sicht der Verteidigung nicht gerechtfertigt ist", heißt es in einer Mitteilung.

Das Gericht hatte am 23. September 2011 einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss bewilligt (Az. 61 Gs 5213/11). Daraufhin wurde die Münchner Wohnung des heute 81 Jahre alten Kunstsammlers durchsucht. Seine umfangreiche Bildersammlung wurde beschlagnahmt. Für einen Teil der Werke besteht der Verdacht, dass sie Nazi-Raubkunst sein könnten.

Die Beschlagnahmung sei nicht gerechtfertigt, begründen Gurlitts Anwälte jetzt ihren Schritt. "Wir haben vor dem Hintergrund des immensen öffentlichen Interesses und der politischen Debatten eine begründete Sorge um die Rechtsstaatlichkeit dieses Verfahrens", sagte Strafverteidiger Derek Setz. (APA, 19.2.2014)

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