Bertelsmann-Chef Rabe: "Fernsehen bleibt unser wichtigstes Kerngeschäft"

19. Februar 2014, 11:32
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Das Zeitschriftengeschäft sei "sicher das Herausforderndste im Konzern" sagt er der "Zeit"

Hamburg/Gütersloh - Bertelsmann-Chef Thomas Rabe glaubt an die Zukunft des frei empfangbaren, kommerziellen Fernsehens: "Bewegtbild war noch nie so gefragt wie heute", sagte der Vorstandsvorsitzende in der aktuellen Ausgabe der "Zeit". Rabe: "Wir investieren und entwickeln ständig Neues. Demnächst startet der Sender Geo-TV." Der Spartensender sei durch das  Reportagemagazin "Geo" inspiriert.

Das Geschäftsmodell des Fernsehens sei "robust", sagt Rabe, die Reichweiten steigend, "wenn sie klassisches und Online-Fernsehen zusammenzählen", und die TV-Werbung "hochgradig effizient und im Vergleich zu anderen Medien preiswert".  Fernsehen sei auch "kein Konkurrent, sondern ein Profiteur  der Sozialen Medien", sagt er. "Wir glauben also fest an die Zukunft des Fernsehens, deshalb ist und bleibt es unser wichtigstes Kerngeschäft."

Das Zeitschriftengeschäft nennt Rabe "sicher das herausforderndste im Konzern". Zu einem offenbar anstehenden Stellenabbau beim "Stern" wollte sich Rabe nicht äußern. Rabe: "Die Strategie von Gruner + Jahr ist es, in neue Kompetenzen zu investieren. Wer im Zeitschriftengeschäft heute nicht erkannt hat, dass Veränderungen sein müssen, ist aus der Zeit gefallen. Wir müssen handeln, solange wir noch die Freiheit und die Ressourcen dazu haben." Bertelsmann hält 75 Prozent der Anteile am Hamburger Verlag Gruner + Jahr. (red, derStandard.at, 19.2.2014)

  • Bertelsmann-Vorstand Thomas Rabe.
    foto: reuters/tobias schwarz

    Bertelsmann-Vorstand Thomas Rabe.

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