Salzburg: 25 Frauen rittern um Bürgermeisterinnen-Sessel

19. Februar 2014, 10:25
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Im Flachgau am meisten Bewerberinnen - Derzeit nur drei Frauen im Amt - Sonja Ottenbacher nach ihrer neuerlichen Wahl längst dienende Bürgermeisterin Salzburgs

Salzburg - 25 Frauen haben sich bei den Salzburger Kommunalwahlen am 9. März 2014 für das Amt einer Bürgermeisterin beworben. Bei insgesamt 265 KandidatInnen für die 119 Salzburger Gemeinden ist damit der weibliche Anteil mit rund zehn Prozent gering.

Noch überschaubarer ist die Zahl der derzeit amtierenden Bürgermeisterinnen in Salzburg: Nur in Leogang, Seekirchen und Stuhlfelden führt eine Frau das Regiment, wobei sich der kommenden BürgermeisterInnen-Wahl nur mehr zwei der drei Ortschefinnen stellen.

Keine Frau an der Spitze der Stadt Salzburg

Die Bürgermeisterin von Seekirchen am Wallersee, Monika Schwaiger (57 Jahre, ÖVP), und die Bürgermeisterin von Stuhlfelden, Sonja Ottenbacher (53 Jahre, ÖVP), bewerben sich wieder um das Amt. In Leogang tritt Helga Hammerschmied-Rathgeb (64 Jahre, SPÖ) nicht mehr an. Die vierte Bürgermeisterin, die in dieser Funktionsperiode amtierte, Bettina Mitterer (51) in Lofer, hat sich bereits im vergangenen Oktober zurückgezogen.

Mitterer, Hammerschmied-Rathgeb und Ottenbacher haben bei der Wahl im Jahr 2004 das Amt einer Bürgermeisterin erobert, sie gehen damit als erste Bürgermeisterinnen in die Geschichte Salzburgs ein. Da von dem Trio nur mehr Ottenbacher erneut antritt, und nachdem sie die einzige Kandidatin in Stuhlfelden ist, "wird sie aller Voraussicht nach längst dienende weibliche Bürgermeisterin im Land Salzburg werden", erklärte der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp. In der Stadt Salzburg saß allerdings noch nie eine Frau an der Spitze der Regierung.

Mehr als die Hälfte der 25 Bewerberinnen kandidieren im Flachgau. Die 13 Frauen sind: Marianne Reitshammer (SPÖ) in Berndorf, Elisabeth Kübelböck (ÖVP) in Bürmoos, Bärbel Wolfersberger (SPÖ) in Dorfbeuern, Angela Lindner (Grüne) in Eugendorf, Dietlind Stockhammer (Grüne) in Hallwang, Hildegard Eisl (SPÖ) in Henndorf am Wallersee, Evelin Leitner (SPÖ) in Hof bei Salzburg, Sabine Mayrhofer (ÖVP) in Oberndorf, Petra Gillhofer (SPÖ) in St. Georgen, Manuela Laimer (SPÖ) in St. Gilgen, Andrea Winkler (SPÖ) in Schleedorf, Monika Schwaiger (ÖVP) in Seekirchen und Liselotte Winklhofer (LIS) in Straßwalchen.

SPÖ stellt die meisten Kandidatinnen

Im Tennengau stellt sich mit Inge Seidl (FPÖ) in Bad Vigaun nur eine Frau der Bürgermeister-Wahl. Im Pongau sind es mit Barbara Saller (ÖVP) in Bischofshofen und Anna Reitinger (ÖVP) in Mühlbach am Hochkönig zwei Frauen, im Lungau ist es mit Helga Klary (FPÖ) in Tweng nur eine Frau. Im Pinzgau treten sechs Frauen an: Karin Hochwimmer (ÖVP) in Bruck an der Glocknerstraße, Karin Berger (FPÖ) in Lofer, Erika Bichler (SPÖ) in Maishofen, Marianne Auer-Enzinger (SPÖ) in Niedernsill, Roswitha Huber (WGR) in Rauris und Sonja Ottenbacher (ÖVP) in Stuhlfelden. In der Stadt Salzburg rittern mit Doris Tazl von der parteiunabhängigen Liste Tazl sowie Barbara Unterkofler (NEOS) zwei Frauen von insgesamt acht Kandidaten um den Bürgermeister-Sessel.

Nach Parteien und Gruppierungen gereiht stellt die SPÖ mit neun Frauen die meisten Kandidatinnen für die Bürgermeister-Wahlen. Am zweiten Platz liegt die ÖVP mit sieben, gefolgt von der FPÖ mit drei, den Grünen mit zwei, den NEOS mit einer und drei parteiunabhängige Listen mit jeweils einer Frau. (APA, 19.2.2014)

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