Mobile Daten: Neue Technologie "könnte Telekom-Industrie ändern“

19. Februar 2014, 10:01
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Probleme wie Netzüberlastung oder langsame Downloads im WLAN könnten der Vergangenheit angehören

US-Amerikanische Smartphone-Nutzer beziehen monatlich rund 1,2 Gigabyte mobiler Daten und halten sich dabei meist in Großstädten auf. Für die Mobilfunkprovider ist dies ein großes Problem: Sie können nicht einfach mehr Antennen platzieren, da sich deren Signale gegenseitig blockieren, sollten sie zu nah aneinander sein. Eine neue Technologie soll dies ändern: pCell kann laut Erfinder Steve Perlman allen Nutzern volle Geschwindigkeit garantieren. Das läge daran, so Perlman, dass man die Überschneidungen zwischen Antennensignalen positiv nutze, anstatt sie zu vermeiden.

Revolution für mobilen Datenverkehr

Ein Data Center würde dabei laut New York Times automatisch ein individuelles Signal für jeden Teilnehmer des Netzwerks berechnen – daher das "p" für personal in pCell. Laut Analysten könnte das System, sollte es tatsächlich funktionieren, eine Revolution für mobilen Datenverkehr bedeuten. Erfinder Perlman hatte schon früher mit spektakulären Innovationen für Furore gesorgt: In den 1990er Jahren hatte er etwa sein "WebTV" für rund 500 Millionen Dollar an Microsoft verkauft.

"So etwas erfindet man alle 20-30 Jahre"

Die neue pCell-Technologie soll noch 2014 auf den Markt gebracht werden, diese Woche soll eine öffentliche Präsentation stattfinden. Der größte US-amerikanische Mobilfunker Verizon erklärt gegenüber der New York Times, Perlmans Technologie mit Interesse zu beobachten. Investor John Sculley, vormals Apple-Präsident,  rät den Mobilfunkern, die neue Technologie rasch zu adaptieren: "Das ist eines dieser seltenen Dinge, die alle 20 bis 30 Jahre in Silicon Valley passieren. Es hat das Potenzial, die ganze Telekommunikationsindustrie zu ändern." (fsc, derStandard.at, 19.2.2014)

Links:

New York Times (inklusive Video)

  • Zu eng platzierte Antennen sorgen noch für Probleme - Steve Perlmans Technologie könnte dies ändern
    foto: apa/dpa/uwe anspach

    Zu eng platzierte Antennen sorgen noch für Probleme - Steve Perlmans Technologie könnte dies ändern

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