Deutlich mehr Flüchtlinge an EU-Grenzen abgefangen

18. Februar 2014, 18:53
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Brüssel - An den südlichen Grenzen zur EU sind im dritten Quartal 2013 fast doppelt so viele Flüchtlinge abgefangen worden wie im Vorjahreszeitraum. 42.628 Einwanderer seien zwischen Juli und September aufgegriffen worden, teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Dienstag auf ihrer Internetseite mit. Im dritten Quartal 2012 war die Zahl demnach bei 22.093 Flüchtlingen gelegen.

Hintergrund für die Zunahme seien die verstärkten Kontrollen im Mittelmeer und in der Ägäis. Die meisten Flüchtlinge stammen dem Bericht zufolge aus Syrien, Eritrea, Somalia und Ägypten. Ihre lebensgefährliche Reise durch das Mittelmeer starten sie in der Regel an den Küsten Libyens oder Ägyptens. Allein 20.000 Einwanderer wurden im dritten Quartal 2013 von den Grenzschützern davon abgehalten, über die italienische Insel Sizilien in die EU zu gelangen.

Auch an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien wurde nach Angaben von Frontex ein deutlicher Anstieg illegaler Grenzübertritte verzeichnet. Auch die spanischen Exklaven Melilla und Ceuta meldeten laut dem Bericht einen verstärkten Flüchtlingsansturm. Dort verläuft die einzige Festlandgrenze der Europäischen Union mit dem afrikanischen Kontinent. Mehrere Menschen starben seit Beginn des Jahres bei dem Versuch, dort auf spanisches Territorium zu gelangen. Zahlreiche Einwanderer versuchten zudem über die Türkei in die EU-Länder Griechenland und Bulgarien zu kommen.

Zwischen Juli und September gaben die EU-Länder insgesamt 90.000 Asylanträgen statt, mehr als 32.000 wurden abgewiesen. In mehr als 57.500 Fällen ordneten Gerichte die Abschiebung von Asylsuchenden an, 40.400 von ihnen mussten laut Frontex bereits wieder ausreisen. Die Festnahmen von Einwanderern ohne gültige Aufenthaltserlaubnis stiegen in Deutschland und Frankreich um jeweils etwa ein Viertel an. (APA, 18.2.2014)

 

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