John Mayall: Unermüdlicher Blues-Missionar

19. Februar 2014, 12:40
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Der 80-jährige Bluesmusiker tourt derzeit durch Österreich und Europa

John Mayall war einer jener britischen Musiker, die, im Zuge der British Invasion der 1960-Jahre, alte Blues-Veteranen einem breiteren Publikum auch auf dieser Seite des Atlantiks bekannt gemacht haben. Eine Mission, die ihn bis heute antreibt und ihn diese Woche nach Österreich bringt.

1933 nahe Manchester geboren, inspirierte ihn die Jazz- und Boogie-Woogie-Sammlung seines Vaters zur Gründung einer Skifflecombo. Daraus wuchs Anfang 1962 die erste Ausgabe von John Mayall & The Bluesbreakers. Zu den prominentesten Lehrbuben gehörten Jack Bruce (später: Cream), John McVie, Peter Green und Mick Fleetwood (alle drei: Fleetwood Mac), Mick Taylor (ab 1969: Rolling Stones) und Eric Clapton (Cream, Blind Faith und Soloweltstar).

Im Zuge des UK-Bluesbooms kamen die Originalkünstler aus den USA für Auftritte auf die Insel. Mayall spielte mit Heroen wie John Lee Hooker, T-Bone Walker und Sonny Boy Williamson. Ende der 1960er zog er in das Rock- und Folkmusikerreservat des Laurel Canyon in Los Angeles, wo er verstärkt Stilfusionen mit Jazz- und Countryelementen ausprobierte.

Noch im hohen Alter ist Mayall aktiv. So ging er Ende letzten Jahres in ein Hollywood-Studio, um mit C. J. Chenier, dem Sohn des Zydeco-Quetschn-Königs Clifton Chenier, ein neues Album einzuspielen: "A Special Life" soll im Frühjahr erscheinen, derweil tourt der Bluesrockopa - wie weiland seine schwarzen Vorbilder - auch mit 80 Lenzen rund um den Globus. (dog, DER STANDARD, 19.2.2014)

20. 2., Graz, Orpheum; 21. 2., Wien, Porgy & Bess; 22. 2., Kufstein, Kulturfabrik; 23. 2., Salzburg, republic, jeweils 20.00

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