Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich positiv

18. Februar 2014, 13:19
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verzeichnete einen deutlichen Anstieg um 450,13 Zähler oder 3,13 Prozent auf 14.843,24 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong konnte um 51,78 Zähler (plus 0,23 Prozent) auf 22.587,72 Einheiten zulegen. Der Shanghai Composite gab 16,34 Punkte oder 0,77 Prozent auf 2.119,07 Punkte ab.

Mit leichten Gewinnen schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.070,78 Zählern mit einem minimalen Plus von 1,50 Punkten oder 0,05 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 7,4 Zähler oder 0,14 Prozent auf 5.402,20 Einheiten.

Die Bank of Japan kündigte an, ihr Kreditprogramm zur Belebung der schwächelnden japanischen Wirtschaft zu verdoppeln. Damit sollen japanische Finanzinstitute nun bis zu 7 Billionen Yen (50 Mrd. Euro) mit einem Zinssatz von 0,1 Prozent ausborgen dürfen. Die chinesische Zentralbank reagierte auf diese Entscheidung mit einem Liquiditätsentzug. Händler berichteten, dass die Zentralbank 48 Milliarden Yuan (5,8 Mrd. Euro) aus dem Geldmarkt zog.

Marktstimmen berichteten, dass Chinas Zentralbank durch die Rekordhöhe der vergebenen Kredite die Notwendigkeit sehe die Liquidität einzuschränken. Dies wiederum habe laut den Experten einen drückenden Effekt auf Aktien. Sie führten fort, dass die Marktteilnehmer in Sorge um die Liquiditätssituation und die kleineren chinesischen Banken sind, die stärker unter den Einschränkungen leiden würden als die großen Schattenbanken, denen China eigentlich den Kampf angesagt hatte.

Durch das Kreditprogramm verlor der Yen an Wert gegenüber dem US-Dollar, wodurch Exportwerte in Japan in den Vordergrund gerückt wurden. Der Autobauer Nissan, welcher 34 Prozent seines Gewinns in Nordamerika erwirtschaftet, verzeichnete einen Kursanstieg von 2,07 Prozent auf 938 Yen. Der Branchenprimus Toyota profitierte zudem von der Ankündigung, dass drei seiner wegen starken Schneetreibens geschlossenen Fabriken wieder den Betrieb aufgenommen hätten. Nach Verkündigung der Wiederaufnahme stiegen die Titel des Autobauers um 2,62 Prozent auf 5.945 Yen an.

In Australien machte der größte Bergbaukonzern BHP Billiton auf sich aufmerksam. Das Unternehmen konnte in der zweiten Jahreshälfte 2013 einen um 31 Prozent gestiegenen Gewinn ausweisen. Der Konzern übertraf damit die Erwartungen der Analysten. BHP-Werte gewannen bis Handelsschluss 2,29 Prozent auf 38,89 australische Dollar an Wert dazu. (APA, 18.2.2014)

 

 

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