Vorwürfe gegen Sharon

19. August 2003, 10:20
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Soll zu Gunsten von Nachbarn interveniert haben - Medien sprechen von Machtmißbrauch

Jerusalem - Israelische Medien haben am Montag Machtmissbrauchsvorwürfe gegen Ministerpräsident Ariel Sharon erhoben. Der Regierungschef soll nach Informationen mehrerer Zeitungen beim Verkehrsministerium interveniert haben, um für zwei frühere Nachbarn aus seinem Heimatdorf Kfar Malal eine erhöhte Entschädigung für enteigneten Landbesitz herauszuschlagen. Die Zahlungen seien daraufhin um umgerechnet 98.000 Euro aufgestockt worden, berichtete die Wirtschaftszeitung "Globes".

Sharons Büro bestätigte, dass der Ministerpräsident den Kontakt zwischen den beiden Nachbarn und dem Ministerium hergestellt habe. Es bestritt jedoch, dass Sharon selbst interveniert habe. In den vergangenen Monaten war Sharon und seinen Söhnen in der israelischen Presse wiederholt vorgeworfen worden, unrechtmäßig Wahlkampfspenden angenommen zu haben. (APA)

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