150 Festnahmen in Kolumbien

20. August 2003, 08:28
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Laut Polizeiangaben handelt es sich um Rebellen - Polizei spricht von "einem der größten Erfolge im Kampf gegen die FARC"

Bogota - Die kolumbianische Polizei und das Militär haben im Norden des Landes nach eigenen Angaben fast 150 linke Rebellen festgenommen. Es handele sich um einen der größten Erfolge der vergangenen Jahre im Kampf gegen die in Städten und auf dem Land aktiven Einheiten der marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) sowie des an Kuba ausgerichteten "Nationalen Befreiungsheeres" (ELN), teilten die Behörden am Sonntag weiter mit.

Die Festnahmen der Rebellen in der Provinz Sucre habe Organisationen das "Rückgrat gebrochen, die entführt, gemordet und gebrandschatzt haben", sagte Polizeigeneral Luis Alfredo Rodriguez. Die Sicherheitskräfte stehen unter großem Druck, in dem bald 40- jährigen Kampf gegen die Rebellen Erfolge zu erzielen. Uribe hatte kürzlich allen "erfolglosen" Kommandanten nahe gelegt, den Dienst zu quittieren.

Keine unabhängigen Berichte über die Festnahmen

Unabhängige Berichte über die Festnahmen der Rebellen gab es nicht. Wer einmal in den Verdacht geraten ist, Mitglied einer der Rebellengruppen zu sein, hat nach Angaben von Menschenrechtsgruppen immer größere Mühe, seine Unschuld zu beweisen.

Präsident Uribe unter Beschuss

Unterdessen gerieten Begleithubschrauber von Präsident Alvaro Uribe unter Feuer der FARC. Einer der Hubschrauber sei am Sonntag aus automatischen Waffen beschossen worden, als die Formation aus mehreren Maschinen im Anflug auf die Stadt Granada im Nordwesten des Landes war, bestätigte Uribe. Zudem hätten die Rebellen den Ort unmittelbar vor der Ankunft der Hubschrauber beschossen. Die Maschine mit Uribe an Bord sei deshalb zunächst nach Medellin zurückgekehrt. Später flog Uribe dann doch noch nach Granada, wo er sich über den Stand des Wiederaufbaus der durch Anschläge der Rebellen und Kämpfe mit rechten Paramilitärs stark zerstörten Stadt informierte.(APA/dpa)

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    Razzia in Granada: Polizisten und Soldaten versuchen die kolumbianische Stadt vor dem Besuch des Präsidenten Uribe zu sichern.

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    Alvaro Uribe hält seine Rede in Granada

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