Winnetous Auferstehung

17. August 2003, 21:45
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Am Rio Gurk setzte die Raiffeisenbank eine Menge Nuggets in den Prärie-Sand - Doch nun folgte ein Happy End

Der Kampf der Indianer um Gleichberechtigung, Touristen und Kohle im kärntnerischen Weitensfeld am Rio Gurk stand von Anfang an, 1995, unter einem eher missgünstigen Stern. Mal flogen den Artisten Rauchpatronen um die Ohren und verletzten diese schwer, meist war das Wort "Finanzdebakel" das dominierende rund um die Karl-May-Spiele. Bei dieser Pleite hat die Raiffeisenbank einiges in den Prärie-Sand gesetzt, "Aber eines sage ich ganz deutlich, sie haben auch gut verdient mit uns", so der Gendarm Werner Stark, der selbst 500.000 Schilling dabei verloren hatte. Michaela Stocklauser, Funktionärin der

GURKTALER Festspielorganisations GMBH, in der Kleinen Zeitung: "Das ganze Tal lebt von unseren Besuchern, nur die Veranstalter profitieren nicht".

Daran hat sich bis 22. Oktober 2001 nichts geändert, weshalb seither der Masseverwalter Paul Wolf Regie geführt hatte. Während nun eine Nachfolgeorganisation den Cowboys das Fürchten lehrt, haben die Konkursgläubiger 4,828 Prozent ihrer Nuggets erhalten, worauf der Konkurs aufgehoben wird (41 S 342/01v, LG Klagenfurt). (DER STANDARD Print-Ausgabe, 18.8.2003)

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    montage: derstandard.at
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