Martin Kusej will sich in Salzburg nicht "unterbuttern" lassen

17. August 2003, 19:03
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Pocht auf angemessene Rolle des Sprechtheaters im Mozart-Jahr - "Die Lage ist bedrohlich, die Warnung von Flimm richtig und wichtig"

Hamburg - Der künftige Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele, Martin Kusej, pocht auf eine angemessene Rolle des Sprechtheaters auch im Mozart-Jubiläumsjahr 2006. "Ich lasse mich nicht von Mozart unterbuttern", sagte er in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In dem Jubiläumsjahr will Festspiel-Intendant Peter Ruzicka alle 22 Mozart-Opern aufführen - und er soll, wie der "Spiegel" schreibt, seine Operntermine anscheinend ohne Rücksicht aufs Schauspiel planen.

"Das kann er gern probieren, aber auch bei mir funktioniert das nicht", sagte Kusej. Er spielte damit auf den aktuellen Streit zwischen dem scheidenden Schauspieldirektor Jürgen Flimm und Ruzicka an. Flimm sieht eine Übermacht der Oper in Salzburg. "Die Lage ist bedrohlich, die Warnung von Flimm richtig und wichtig. Ich bin aber eine Kämpfernatur und glaube, das Szenario wird so nicht eintreten", sagte Kusej. Als ersten Erfolg seiner Verhandlungen nannte der Theatermacher die Zusage, dass er - entgegen früheren Meldungen - im Jahr 2006 das Landestheater in Salzburg bespielen könne. (APA/dpa)

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    Martin Kusej

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