US-Kunsthistoriker Kirk Varnedoe gestorben

19. August 2003, 00:53
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Prägte mit seinen Ideen die berühmtesten Museen der Welt

New York - Seine Ideen prägten eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt: Der US-Kunsthistoriker Kirk Varnedoe ist nach mehrjähriger Krankheit im Alter von 57 Jahren in New York an Krebs gestorben. Mehr als ein Jahrzehnt war Varnedoe der Kurator in der Abteilung Malerei und Skulptur des Museum of Modern Art (MoMA). In dieser Zeit gelang es ihm, die Einkaufspolitik und auch die Philosophie des Museums zu verändern, wie US-Medien am Wochenende berichteten.

So erwarb Varnedoe unter anderem die berühmten "Campbell"-Bilder von Andy Warhol, James Rosenquists Werk "F-16" und weitere Pop-Art- Gemälde. Schon eine seiner ersten Ausstellungen für das MoMA zeigte in den 80er Jahren die neue Richtung, die Varnedoe der international anerkannten Institution vorgab: "High and Low" beleuchtete die Wechselwirkungen zwischen Moderner Kunst und der Pop-Kultur.

Varnedoe wird von seinen Weggefährten als ausgesprochen charmante und gebildete Person beschrieben, die in ihren Reden zahlreiche Zuhörer überzeugen konnte. Als er vor sieben Jahren an Krebs erkrankte, zog sich der Kunsthistoriker aus dem Museum zurück. Er starb am Donnerstag. (APA/dpa)

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