EU-Eingreiftruppe tötet kongolesischen Milizionär in Ituri

18. August 2003, 17:37
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Patrouille von Bewaffneten angegriffen

Bunia - Soldaten der multinationalen EU-Eingreiftruppe in der Bürgerkriegsregion Ituri im Nordosten Kongos haben bei einer Schießerei einen einheimischen Milizionär getötet. Eine Patrouille sei rund 400 Meter vor einem Kontrollpunkt nahe der Provinzhauptstadt Bunia von Bewaffneten angegriffen worden, teilte ein Sprecher der Eingreiftruppe am Samstag mit. Die EU-Soldaten hätten daraufhin das Feuer erwidert und einen der beiden Angreifer tödlich verletzt. Der andere Milizionär sei geflüchtet. Laut dem Sprecher war zunächst unklar, welcher örtlichen Bevölkerungsgruppe die Bewaffneten angehörten.

Seit der Ankunft der mit einem UNO-Mandat ausgestatteten Mission "Artemis" unter französischer Führung im Juni wurden bei bisher fünf verschiedenen Zwischenfällen acht kongolesische Milizionäre getötet. Am Samstag begann die EU-Truppe ihren Rückzug aus der Region zu Gunsten einer UNO-Friedenstruppe mit neuem Mandat, der bis 1. September abgeschlossen sein soll. Seit 1999 wurden in dem Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Hema und Lendu in Ituri rund 50.000 Menschen getötet. (APA/AFP)

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