Frau nach 19 Stunden aus Fahrstuhl gerettet

19. August 2003, 13:15
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Rettung ließ lange auf sich warten

Detroit - 19 Stunden lang hat eine Büroangestellte in Detroit in einem stecken gebliebenen, stickigen Fahrstuhl aushalten müssen, bis sie am Freitag befreit wurde. Bettie Lloyd war von dem großen Stromausfall in Nordamerika am Donnerstag nach Feierabend im Fahrstuhl des Fisher-Buildings überrascht worden, in dem sie als Rechnungsprüferin arbeitet. Bereits am Donnerstag dachte sie, die Rettung sei nah, nachdem sie zwei Mal mit Männern gesprochen hatte.

Obwohl diese versicherten, sie würden Hilfe holen, verrannen die Stunden. Erst am Freitagvormittag hörte ein Mitarbeiter eines in dem Gebäude untergebrachten Radiosenders die nun nur noch schwachen Hilferufe der 52-Jährigen und unternahm auch etwas. Er alarmierte die Feuerwehr, die vom vierten Stock mit einer Leiter in den Fahrstuhl kletterte.

Die Feuerwehrleute gaben Lloyd als erstes Wasser zu trinken, bevor sie sie herausklettern ließen. "Ich war überglücklich, da raus zu kommen", sagte sie. Jetzt würde sie gerne noch wissen, warum nach den beiden vorigen Kontakten keine Hilfe eintraf. (APA/AP)

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