Situation an Flughäfen entspannt

18. August 2003, 10:38
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Weiterhin Verspätungen und Schlangen - mit Normalisierung wird erst am Dienstag gerechnet

Chicago - Nach zwei Tagen des Chaos wegen der größten Stromausfälle in der Geschichte Nordamerikas hat sich die Situation an den US-Flughäfen am Samstag entspannt. Flughäfen, Kontrollzentren und Fluggesellschaften wurden wieder mit Strom versorgt, und die Zahl der gestrichenen Flüge fiel rapide. Gestrandete Passagiere mussten sich aber weiterhin auf Schlangen und Verspätungen einstellen. Nach Einschätzung von Experten kann es noch bis Dienstag dauern, bis sich der Betrieb normalisiert.

"Mehr Zeit einplanen"

Die Fluglinien haben Schwierigkeiten, die Menge der Passagiere auf einer begrenzten Zahl von Flügen unterzubringen. Als die Stromausfälle am Donnerstag Metropolen wie New York, Detroit und Toronto plötzlich in Dunkelheit tauchten, konnten viele Maschinen nicht mehr ihre vorgesehenen Ziele ansteuern und waren damit bei Wiederaufnahme des Flugbetriebs am falschen Ort. Hinzu kommt, dass viele Fluggesellschaften Kapazitäten abgebaut haben.

"Wir sagen unseren Passagieren: Behandeln sie es wie einen Urlaub und planen sie mehr Zeit ein", sagte ein Sprecher der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines. In Branchenkreisen hieß es, der Stromausfall könne die Fluglinien weit mehr als zehn Millionen Dollar (8,87 Mio. Euro) kosten. (APA/Reuters)

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