10.000 Aserbaidschaner demonstrieren für freie Wahlen

18. August 2003, 09:38
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Friedlicher Protest gegen Ernennung von Alijews Sohn zum Premier

Baku - Rund 10.000 Menschen haben am Samstag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku für eine freie und faire Präsidentenwahl demonstriert. Außerdem kritisierten sie die Ernennung des Sohnes von Präsident Geidar Alijew zum Ministerpräsidenten. Die Kundgebung, die von der Stadtverwaltung genehmigt wurde, verlief friedlich.

Die Präsidentenwahl in der ehemaligen Sowjetrepublik Aserbaidschan ist für den 16. Oktober angesetzt. Der schwer kranke 80-jährige Amtsinhaber kandidiert erneut. Alijew wird derzeit in einem Krankenhaus in Cleveland im US-Staat Ohio behandelt. Davor war er seit dem 8. Juli in einer Klinik in der Türkei. Berichten zufolge wird er künstlich beatmet und ist nur zeitweise bei Bewusstsein.

Am 4. August hatte das Parlament in Baku den Sohn Alijews, Ilham Alijew, zum Ministerpräsidenten ernannt. Es kam damit einer Bitte des erkrankten Präsidenten nach. Ilham Alijew kann nun gemäß einer Verfassungsänderung vom vergangenen Jahr das Amt des Präsidenten übernehmen, sollte sein Vater dazu nicht mehr in der Lage sein. Ilham Alijew kandidiert auch bei der Präsidentenwahl. (APA/AP)

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