Undercover BBC- Journalist entlarvt

22. August 2003, 16:33
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Festnahme wegen verdeckter Recherche bei der britischen Polizei - Dokumentation hätte institutionellem Rassismus nachgehen sollen

London - Im Raum Manchester ist ein Fernsehreporter festgenommen worden, der für verdeckte Recherchen eine Ausbildung bei der Polizei begonnen hatte. Wie die Polizei am Samstag erklärte, steht der BBC-Journalist im Verdacht, sich einen finanziellen Vorteil erschlichen zu haben. Die BBC erklärte, der Mann habe Rassismus-Vorwürfen innerhalb der Polizeitruppe nachgehen wollen. Sein gesamtes Gehalt, das er bei der Polizei erhalten habe, sei auf ein Sonderkonto gegangen und habe nach Abschluss der Recherchen wieder zurückerstattet werden sollen.

"Unethischer Journalismus"

Der Journalist arbeitete an einer Dokumentation. Er hatte die Polizeiausbildung durchlaufen und arbeitete einen Monat lang im Großraum Manchester als Beamter auf Probe. Der Polizeichef von Manchester, Michael Todd, erklärte, wenn die Vorwürfe wahr seien, sei dies ein empörender Fall von Verschwendung öffentlichen Geldes, um den Mann auszubilden, auszurüsten und zu bezahlen. Darüber hinaus habe er einem wahren Interessenten die Möglichkeit genommen, in den Polizeidienst zu gelangen. Eine Polizeisprecherin erklärte, mit diesem Akt von "unethischem Journalismus" habe der Sender möglicherweise die Menschenrechte verletzt.

Institutioneller Rassismus

Eine Sprecherin der BBC sagte, der Sender habe seit mehreren Monaten Vorwürfe von institutionellem Rassismus innerhalb der Polizei von Manchester untersucht. "Wir glauben, dass dies eine Angelegenheit von bedeutendem öffentlichen Interesse ist", sagte die Sprecherin. Der Sender habe geglaubt, die einzige Möglichkeit zur Überprüfung der Vorwürfe sei, einen Journalisten verdeckt den Bewerbungsprozess, die Ausbildung und die Polizeiarbeit durchlaufen zu lassen. (APA/AP)

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BBC

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