Festspiele und Staatsoper großteils einig

16. August 2003, 17:03
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Bei Philharmonikern und dem Kompositionsauftrag an Olga Neuwirth

Salzburg - Einigung in zentralen Punkten wurde am Samstag zwischen der Salzburger Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Peter Ruzicka und dem Wiener Staatsoperndirektor Ioan Holender erzielt. Lediglich zur Frage eines Japan-Gastspiels im Jahr 2006 bestehen die Meinungsunterschiede fort, teilte das Pressebüro der Festspiele mit.

Die Ergebnisse im Detail: "Eine zukünftige Verlängerung der Spielzeit an der Wiener Staatsoper um fünf bis sechs Tage wird in keiner Weise Auswirkungen auf die Probenverfügbarkeit der Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen zeitigen. Eine Entscheidung über den Kompositionsauftrag an Olga Neuwirth soll im Oktober 2003 getroffen werden, wobei auch eine unmittelbare Zusammenarbeit zwischen den Salzburger Festspielen und der Wiener Staatsoper nicht ausgeschlossen ist."

Zur Frage eines Japan-Gastspiels im Jahr 2006 bestehen die Meinungsunterschiede fort. Während Staatsoperndirektor Holender eine Betätigung der Wiener Philharmoniker als Opernorchester außerhalb der Wiener Staatsoper und der Salzburger Festspiele als nachteilig für sein Haus ansieht, sind die Salzburger Festspiele der Auffassung, dass ein einmaliges Gastspiel mit Mozarts "Figaro" unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt kein Präjudiz für regelmäßige Tourneen setzen würde. Vielmehr biete sich die ausgezeichnete Möglichkeit, die Mozart-Kompetenz der Festspiele auf dem so wichtigen japanischen Markt unter Beweis zu stellen. (APA)

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