Stockende Öllieferungen

16. August 2003, 17:31
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Pipeline brannte - Ex-Regimekritiker von US-Verwaltung ins Innenressort berufen

Tikrit/Bagdad/Baakuba - Im Norden des Iraks ist eine Ölpipeline zwischen Kirkuk und der türkischen Hafenstadt Ceyhan in Brand geraten. Die Feuerwehr habe den Brand unter Kontrolle gebracht, sagte ein US-Armeesprecher in Bagdad, die Leitung sollte am Samstag wieder in Betrieb genommen werden. Die Ermittlungen über die Brandursache seien aufgenommen worden, Sabotage wurde ausgeschlossen.

Nur zwei Tage nachdem der Irak mit Öllieferungen in die Türkei begonnen hatte, wurde die Pipeline am Freitag wegen technischer Probleme bereits wieder unterbrochen, teilte ein türkischer Sprecher am Samstag mit.

Unklar war, ob die Lieferschwierigkeiten mit dem Feuer zu tun hatten. Irak hatte am Mittwoch mit der Lieferung von Rohöl an die Mittelmeerküste begonnen. Seit dem US-Einmarsch in Irak waren mehrere Gas- und Ölpipelines durch Sabotage beschädigt worden.

Regimekritiker befördert

Ein früherer irakischer Regimekritiker ist von der US-Verwaltung in Bagdad zum stellvertretenden Verantwortlichen für Inneres berufen worden. Brigadegeneral Ahmed Ibrahim zeichne sich durch Mut, Professionalität und Pflichtbewusstsein aus, erklärte Bernard Kerik, der mit dem Aufbau eines irakischen Innenministeriums betraut ist, am Samstag.

Bei einem Granatenangriff auf eine US-Patrouille wurde am Samstag in Bakuba nordöstlich von Bagdad ein Soldat verwundet, wie die amerikanischen Streitkräfte mitteilten. In Tikrit konnte nach US-Angaben eine Bombe in einer belebten Einkaufsstraße entschärft werden. Die 4. Infanteriedivision habe bei elf Razzien fünf Iraker festgenommen, darunter drei mutmaßliche Unterstützer des Regimes von Saddam Hussein. (APA/AP)

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