Sars-Entwarnung in China

18. August 2003, 10:30
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Die letzten zwei Patienten verließen Pekinger Spital

Peking - Die letzten beiden Sars-Patienten in China sind am Samstag aus einem Pekinger Krankenhaus entlassen worden. Neun Monate nach Ausbruch der lebensgefährlichen Lungenkrankheit mahnten die Gesundheitsbehörden aber weiter zu Wachsamkeit.

"Gegenwärtig sind wir nicht sicher, wo und unter welchen Umständen der Sars-Virus existiert und ob die Krankheit wieder ausbrechen wird", sagte der Vizedirektor des Pekinger Gesundheitsamtes, Han Demin. Die Ursprünge des Virus und die Ansteckungswege seien immer noch nicht identifiziert.

Der jetzt entlassene 19-jährige Student und der 45-jährige Krankenhausmitarbeiter hatten bereits seit mehr als 20 Tagen keine Symptome der Lungenkrankheit mehr, mussten aber noch wegen Komplikationen behandelt werden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Beide hatten sich im April mit Sars angesteckt.

Wegen der Unsicherheit, ob sich die Krankheit wieder ausbreitet, haben alle Pekinger Krankenhäuser ihre eigens eingerichteten Fieberkliniken behalten. Die Stadt entwirft derzeit auch einen Notfallplan für die Versorgung mit Medikamenten und die Behandlung, um für einen möglichen Ausbruch in der Zukunft gewappnet zu sein.

An der Lungenkrankheit, die in Südchina ihren Ursprung genommen hatte, waren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit mehr als 8.400 Menschen in 32 Ländern erkrankt. 916 Menschen sind gestorben. In China allein gab es 349 Tote und 5.327 Infektionen. (APA/dpa)

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