Schönborn verteidigt "Frauenfeindlichkeit"

15. August 2003, 21:15
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Thema Frau spiele im Christentum große Rolle

Wien - Den Vorwurf, das Christentum sei "leibfeindlich", hat Kardinal Christoph Schönborn zurückgewiesen. Beim Pontifikalamt zum Fest der "leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel" sagte der Kardinal am Freitag im Wiener Stephansdom, es gebe keine andere Religion, "die so sehr den Leib - freilich den gesegneten Leib - in den Mittelpunkt stellt" wie das Christentum.

Das Marienfest am 15. August bedeute, dass der Leib "wichtig ist für das Heil". Der Leib sei der "Ort des Lebens". Dort entstehe jedes neue menschliche Leben; jeder Mensch werde von einer Mutter geboren, meinte Schönborn laut Kathpress.

In diesem Zusammenhang nahm Kardinal Schönborn auch zum Vorwurf der "Frauenfeindlichkeit" der Kirche Stellung. Diese Anfrage sei ernst zu nehmen und müsse immer wieder Anlass zur "Gewissenserforschung" sein. Zugleich müsse man aber daran erinnern, dass in der Bibel und im liturgischen Festkreis das Thema Frau eine zentrale Rolle habe. (APA)

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