UNO-Hauptquartier wegen Stromausfalls geschlossen

16. August 2003, 16:14
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Internationale Diplomatie lahmgelegt

New York - Der größte Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas hat auch die internationale Diplomatie in New York lahm gelegt. Das UNO-Hauptquartier blieb am Freitag geschlossen. Nur ein Notfallteam und einige Mitarbeiter des Sicherheitsrates waren im Dienst, der durch Notstromaggregate aufrechterhalten wurde.

Es gab daher auch keine Informationen über das erwartete Schreiben Libyens an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, in dem das Land die Verantwortung für den Anschlag auf ein amerikanisches Passagierflugzeug im Jahr 1988 übernimmt.

Bei dem Anschlag waren alle 259 Insassen des Flugzeugs - zumeist US-Bürger - sowie elf Bewohner der schottischen Ortschaft Lockerbie gestorben. Die Maschine war auf dem Flug von London nach New York durch einen Sprengsatz zum Absturz gebracht worden. Ein libyscher Geheimdienstagent wurde 2001 von einem schottischen Gericht der Tat für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt.

Anfang dieser Woche einigte sich Libyen mit den Angehörigen der 270 Todesopfer auf Entschädigungszahlungen in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar (2,40 Mrd. Euro). Nach einem Schreiben Libyens an den Sicherheitsrat könnten dann die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden. (APA/Reuters)

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