Segeln: Andreas Hagara beendet Tornado-Karriere

18. August 2003, 10:22
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Olympia nach Erkrankung von Vorschoter Seidl "kein Ziel mehr" für Europameister

Wien - Tornado-Europameister Andreas Hagara beendet seine Olympia-Karriere. Nach knapp zwei Jahrzehnten im internationalen Rampenlicht hat sich der österreichische Spitzensegler wegen der gesundheitlichen Probleme seines Vorschoters Michael Seidl entschlossen, dem aktiven Tornado-Segelsport den Rücken zu kehren.

Ein Wechsel zum Big Boat segeln ist allerdings durchaus möglich, Schlagwörter wie Volvo Ocean Race und America's Cup fallen da fast zwangsläufig. "Es muss etwas sein, dass im seglerischen Bereich liegt aber auch meine Existenz sichert", so Andreas Hagara.

Freifahrtschein für Bruder

Diese Entscheidung ist in vielfacher Hinsicht bedeutend. Einer der erfolgreichsten österreichischen beendet seine Olympia-Karriere, zudem entfällt damit die interne ÖSV-Qualifikation um den Tornado-Startplatz bei den Spielen 2004 in Athen. Bruder und Olympiasieger Roman Hagara, der zuletzt die interne Ausscheidung für die gerade stattfindenden Pre-Olympics in Athen klar gewonnen hatte, ist damit für Athen praktisch qualifiziert. Der Quotenplatz ist längst fixiert, "das ÖOC-Limit für Roman ein Spaziergang", so Andreas Hagara.

Elf Mal Edelmetall

Der gebürtige Wiener, der segeltechnisch am Neusiedlersee groß geworden ist und seit Ende der 80er-Jahre am Attersee lebt, hat in seiner 18-jährigen Tornado-Karriere insgesamt elf Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften geholt. Zusammen mit Bruder Roman wurde er 1987 Welt- und 1990 Europameister und feierte weitere unzählige Siege bei Traditionsregatten wie Hyeres und Kiel. 1992 wurden Andreas und Roman in Barcelona Olympia-Siebente ehe sich die beiden Leichtgewichte am Jahresende aus "Gewichtsgründen" trennten und mit neuen Partnern erfolgreich eigene Kampagnen starteten.(APA)

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    Vorschoter Michael Seidl und Andreas Hagara am Ruder.

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