Indien: Überfälle auf Dörfer bengalischer Siedler

16. August 2003, 19:04
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Mutmaßliche Rebellen töten 18 Menschen im Nordosten des Landes

Gauhati - Mutmaßliche Separatisten haben am Donnerstag im Nordosten Indiens mindestens 18 bengalische Siedler getötet. Mehrere weitere Menschen wurden bei den Überfällen im Unionsstaat Tripura verletzt. Dort kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen lokalen Stämmen und Einwanderern aus Bangladesch.

Zunächst bekannte sich niemand zu den Überfällen. Die Polizei machte jedoch eine verbotene Rebellenorganisation verantwortlich, die für die Unabhängigkeit ihres Stammesgebiets kämpft. Die Stämme werfen den Einwanderern vor, sie beuteten die Rohstoffe des Unionsstaates aus und bereicherten sich auf Kosten der einheimischen Bevölkerung.

Willkürlich in die Menge geschossen

Zunächst wurde am Donnerstag das Dorf Borolunga überfallen, etwa 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Agartala. Die Angreifer hätten willkürlich in die Menge geschossen und mindestens zwölf Menschen getötet, erklärte die Polizei. Die genaue Zahl der Todesopfer sei jedoch noch nicht bekannt. Wenige Minuten später griffen mutmaßliche Rebellen das nahe gelegene Dorf Daspara an und erschossen weitere sechs Menschen. (APA/AP)

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