Rekordgetreideernten in Afghanistan

18. August 2003, 10:37
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50 Prozent mehr Ertrag- dennoch sind weite Teile des Landes von Hunger bedroht

Rom - Trotz einer Rekordernte in Afghanistan sind Teile der Bevölkerung weiter von Hunger bedroht. Die geerntete Getreidemenge sei in diesem Jahr 50 Prozent größer als im Vorjahr, teilten die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO und das Welternährungsprogramm (WFP) am Donnerstag mit. Schätzungsweise rund 5,3 Millionen Tonnen Getreide würden 2003 geerntet, davon rund 4,4 Millionen Tonnen Weizen. Die besseren Erträge seien auf mehr Niederschläge und den leichteren Zugang zu Düngemitteln zurückzuführen.

Besitzaufbau nach dem Krieg

Besonders die ärmsten Bevölkerungsschichten seien aber weiter von Hunger bedroht und auf Hilfslieferungen angewiesen, teilten FAO und WFP mit. Viele Familien seien durch den jahrzehntelangen Krieg und die extreme Dürre zwischen 1999 und 2001 ruiniert und profitierten nicht von der langsamen Erholung der Landwirtschaft. Eine nationale Studie solle deshalb besonders bedürftige Regionen und den Gesamtbedarf an Lebensmitteln ermitteln. In Afghanistan leben rund 22 Millionen Menschen. (APA)

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