UNO kritisiert israelisches Familien-Gesetz

15. August 2003, 15:20
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UN-Komitee gegen Rassendiskriminierung fordert Aufhebung

Genf - Eine UNO-Organisation hat Israel zur Aufhebung eines Gesetzes aufgefordert, das die Zusammenführung von in israelisch-palästinensischen Mischehen lebenden Paaren verbietet. Israel solle die Entscheidung des Parlaments vom 31. Juli rückgängig machen, teilte das UNO-Komitee gegen Rassendiskriminierung am Donnerstag in Genf mit. Israel, das die internationale Konvention gegen Rassendiskriminierung ratifiziert hat, solle seine Politik im Sinne einer nicht diskriminierenden Zusammenführung von Familien aus den palästinensischen Autonomiegebieten und dem israelischen Territorium überdenken. Die Haltung Israels wirke sich bereits negativ auf viele Familien und Paare aus.

Vor Inkrafttreten des Gesetzes konnte der palästinensische Partner eines Ehepaares, bei denen der andere Partner aus Israel stammt, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Israel und später auch die israelische Staatsbürgerschaft erlangen. (APA/AFP)

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