Gefährliche Computer-Viren der vergangenen Jahre

29. Jänner 2004, 14:08
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Monatlich werden etwa 400 neue Parasiten kreiert

Computer-Viren und -Würmer können weltweit ganze Rechner lahm legen und so Chaos und Milliardenschäden anrichten. Mehr als 60.000 Viren sind bisher identifiziert worden, monatlich werden etwa 400 neue Computer-Parasiten von Hackern und Saboteuren kreiert. Eine Auswahl jüngerer Virus- und Wurminfektionen:
  • März 1999: Der Wurm "Melissa" verbreitet sich weltweit mit hoher Geschwindigkeit und befällt bereits am Tag seines Erscheinens Zehntausende Computer. Er pflanzt sich per elektronischer Post im Schneeballsystem fort und lässt die befallenen Rechner unter der Last eingehender E-Mails zusammenbrechen. Betroffene Unternehmen sind unter anderen Microsoft und Boeing.

  • April 1999: Das CHI-Virus (auch "Tschernobyl" genannt) sorgt bei Millionen Menschen für Aufregung. Der aus Taiwan stammende Parasit verbreitet sich vor allem in Asien und richtet Millionenschäden an. Allein in China sind mehr als 200.000 PCs betroffen. Auch der Computerriese IBM ist Opfer der Attacke.

  • Mai 2000: Mit rasanter Geschwindigkeit verbreitet sich der virtuelle Wurm "I-love-you" über das E-Mail-Programm Outlook und richtet vor allem in großen Unternehmens-Netzwerken Milliardenschäden an. Das Virus mit der Betreff-Zeile "I love you" hatte lawinenartig die Postfächer von Millionen Internet-Nutzern heimgesucht und die Netzwerke völlig überlastet. Zahlreiche Varianten entstehen in der Folge. US-Experten sprechen vom bösartigsten Virus der Computergeschichte. Schöpfer war ein Student von den Philippinen.

  • Juli/August 2001: Der Computer-Wurm "Code Red" kriecht durch das Internet und infiziert weltweit Hunderttausende Internet-Rechner. Die erste Attacke des Wurms richtet sich gegen das Web-Angebot der US-Regierung. Er sollte sich in den Computern einnisten, vermehren und dann zu einem bestimmten Zeitpunkt von dort aus die Webseiten des Weißen Hauses unter einer Datenflut zusammenbrechen lassen. Techniker können den Angriff jedoch verhindern. Die Unternehmen müssen einen Milliardenbetrag ausgeben, um sich gegen den Virenbefall zu schützen.

  • September 2001: Das neuartige Virus "Nimda" rast durch das Internet und verursacht Schäden von rund einer halben Milliarde US-Dollar. Die äußerst gefährliche Mischung aus Computervirus und Internet-Wurm greift größere Server und Personal Computer an, die mit "Outlook Express" und dem "Internet Explorer" von Microsoft arbeiten. "Nimda" reißt etwa Lücken in das Sicherheitssystem und macht den PC so von außen zugänglich. Sowohl Microsoft selbst als auch die Deutsche Bank sollen zu den Opfern des Virus zählen.(APA/dpa)
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