Bulgarien verspricht NATO und USA Stützpunkte

15. August 2003, 16:20
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Sofia erhofft sich dadurch mehr Sicherheit und wirtschaftlichen Aufschwung

Sofia - Bulgarien ist nach Angaben aus dem Präsidialamt bereit, der NATO und den USA Militärstützpunkte zur Verfügung zu stellen. Dies könnte geschehen, nachdem Bulgarien 2004 "vollberechtigtes Mitglied" der NATO wird, sagte der Sicherheitsberater von Präsident Georgi Parwanow, General Micho Michow, am Donnerstag dem Privatsender bTV in Sofia. Die Meinung der Bulgaren zur Einrichtung ausländischer Militärstützpunkte auf ihrem Staatsgebiet sei "wohlwollender" geworden, wobei 55 Prozent die Stationierung von NATO-Stützpunkten befürworteten.

Die bulgarische Regierung von Ex-König Simeon Sakskoburggotski bemüht sich energisch um die Einrichtung von Stützpunkten der NATO und der USA, weil sie sich davon mehr Sicherheit und einen wirtschaftlichen Aufschwung verspricht. Die Stationierung eines NATO-Stützpunktes gehörte sogar zu den Wahlversprechen von Außenminister Solomon Passi, der 2001 zum Parlamentsabgeordneten der jetzt regierenden Nationalen Bewegung in Burgas am Schwarzen Meer gewählt worden war. Bei Burgas hatte das Balkan-Land den USA im Irak-Krieg einen Luftwaffenstützpunkt zur Verfügung gestellt. (APA/dpa)

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