Sprit zum Reisewochenende teurer

17. August 2003, 19:13
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Die Tankstellen haben die Preise pünktlich zum verlängerten Wochenende um bis zu acht Cent pro Liter angehoben

Wien - Die Spritpreise in Österreich sind seit Donnerstag Nacht wieder höher. Kurz vor dem verlängerten Wochenende wurden die Preise an den Zapfsäulen nach Beobachtungen des Verkehrsclubs ÖAMTC an einzelnen Tankstellen um bis zu 8 Cent angehoben - die Höchspreise blieben allerdings gleich. Der ARBÖ beobachtete Preissteigerungen von 3 bis 4 Cent über alle Treibstoffe, allerdings seien die Preise auch schon Ende der Vorwoche um 2 bis 3 Cent angehoben worden.

Die beiden führenden Mineralölkonzerne in Österreich bestätigten am Donnerstag Verteuerungen am unteren Ende der Preis-Range. Bei BP/Aral wurde bereits am Dienstag ab 13 Uhr an der Schraube gedreht, um wie viel sei wegen der individuellen Preisgestaltung an den Tankstellen allerdings schwer anzugeben. Marktführer OMV hat nach eigenen Angaben "nachgezogen", allerdings seien die Erhöhungen in vielen Fällen schon wieder zurückgenommen worden.

"Regelrechte Déjà-vu-Erlebnisse"

Argumentiert wird von beiden Unternehmen vor allem mit dem Anstieg der Produktpreise aber auch dem schnellen "Abbröckeln" der Preise durch den Wettbewerb, was Verteuerungen teils wieder aufhebe.

Der ÖAMTC sprach heute von "regelrechten Déjà-vu-Erlebnissen" vor jedem verlängerten Wochenende: "Kaum ist ein günstig gelegener Feiertag in Sicht, steigen die Kraftstoffpreise." Allein in Niederösterreich sei der Preis für Diesel im Schnitt um fünf Cent erhöht worden, für den Liter Benzin um zwei Cent. In Wien und Salzburg verteuerten sich die Spritpreise um durchschnittlich zwei Cent.

Langsame Reaktion bei Preissenkungen

Zusammen mit den Preissteigerungen in der Vorwoche müssen die Österreicher einiges Verkraften, kritisiert auch der ARBÖ. Zwar hätten die internationalen Rohölpreise in jüngster Zeit tatsächlich wieder angezogen, es sei aber bemerkenswert, wie schnell die Mineralölkonzerne bei Preissteigerungen reagierten, während sie die Autofahrer bei Senkungen Wochen lang warten ließen.

Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2002 kosten Benzin und Diesel im Schnitt um 2 Cent weniger. Nach Ansicht des ARBÖ könnten die Differenzen allerdings durch den höheren Euro-Kurs - trotz höherer Rohölpreise - größer sein.

Die Höchstpreise an den Tankstellen liegen - unverändert - bei 0,939 Euro für einen Liter Superbenzin (95 Oktan) und bei 0,779 Euro für einen Liter Diesel.(APA)

  • Bekannte Gleichung: Verlängertes Wochenende = höhere Spritpreise.
    montage: derstandard.at

    Bekannte Gleichung: Verlängertes Wochenende = höhere Spritpreise.

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