"Tiroler Tageszeitung": Bei Partnersuche ist "noch alles offen", so der Anwalt der Eigentümerfamilie

22. August 2003, 16:32
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Kolportierter Einstieg der Südtiroler Athesia-Gruppe nicht bestätigt

Bei der Suche nach einem neuen Partner für die "Tiroler Tageszeitung" (TT) ist noch keine definitive Entscheidung gefallen. "Es gibt nichts Neues", ließ der Schweizer Anwalt Ernst Buob, der die Eigentümerfamilie Moser im TT-Aufsichtsrat vertritt, am Donnerstag auf Anfrage ausrichten. Auf die Frage nach dem Zeithorizont bei den Verhandlungen hieß es: "Es ist noch alles offen."

In den vergangenen Tagen war in Branchenkreisen kolportiert worden, dass Verhandlungen über einen Einstieg der Südtiroler Athesia-Gruppe ("Dolomiten") kurz vor dem Abschluss stünden. Als möglicher Anteil der Südtiroler war von 49 Prozent die Rede. Im Büro von Athesia-Konzernchef Michl Ebner gab es keinen näheren Kommentar.

Verkauf im Dezember

Die Familie Moser hatte im Dezember des Vorjahres die Anteile des deutschen Springer-Konzerns zurückgekauft, der bis dahin zu 65 Prozent an der TT beteiligt war. Die Mehrheit will man nun nicht mehr abgeben, verhandelt wird über maximal 50 Prozent, hatte Buob bereits Anfang des Jahres bestätigt. Damals hatte er als Zeithorizont den Sommer genannt, zugleich aber betont, man stehe "nicht unter Zeitdruck".

Indiz

Als Indiz für eine künftige Partnerschaft von TT und Athesia war in Branchenkreisen die Zusammenarbeit im Zuge des Druckerstreiks im Mai gewertet worden: Die TT war damals als eine von wenigen Tageszeitungen erschienen, da sie in Bozen bei der Athesia gedruckt worden war. (APA)

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